Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen des Abschlussjahrgangs 2026
herzlich zu ihrem Erfolg und wünschen alles Gute für die Zukunft!

Weitere Fotos vom Sektempfang und den Absolventinnen und Absolventen finden Sie hier zum Download.

Nicht fertig, nicht satt, nicht ohne Neugier
Die FOSBOS Krumbach feiert ihre Absolventinnen und Absolventen – 143 Studienberechtigungen

08.07.2026

Krumbach Aufregung am Beginn der Schulzeit vor vielen Jahren, Anspannung vor großen Herausforderungen, Zweifel bei Entscheidungen, Knistern bei wichtigen Ergebnissen, Momente der großen Erleichterung und Stolz auf die erbrachten Leistungen: 143 Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Krumbach (FOSBOS) blickten am Ende ihrer Schullaufbahn nicht nur auf die nun greifbaren Ergebnisse dieser Zeit, sondern auch auf die Emotionen zurück, die sie über viele Jahre begleiteten. Im Rahmen der feierlichen Verleihung der Abschlusszeugnisse am Mittwoch, dem 8. Juli, wurden daher viele Momente und Meilensteine in Erinnerung gerufen, die die Gefühlskulisse für den krönenden Abschluss bildeten.

In zwei festlichen Feierstunden in der Aula der FOSBOS würdigte die Schule die Erfolge der Absolventinnen und Absolventen: die 12. Jahrgangsstufe erhielt die allgemeine Fachhochschulreife, die 13. Jahrgangsstufe die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Die erworbenen Abschlüsse öffnen nun Möglichkeiten der Weiterentwicklung an Universitäten, Hochschulen und in vielen Berufsfeldern, die vertiefte Fachkenntnis und Praxiserfahrung erfordern. Hervorragende Leistungen in den unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Sozialwesen sorgten dafür, dass der Applaus nur selten verstummte. Neben den besten Absolventinnen und Absolventen in jeder Ausbildungsrichtung wurden weitere Schülerinnen und Schüler für die besten Ergebnisse in der Seminararbeit (Sonderpreis der Sparkasse) sowie für herausragendes Engagement zum Wohl der Schulgemeinschaft (Sonderpreis des Fördervereins) ausgezeichnet.

Schulfamilie und Gemeinschaft

Die jungen Erwachsenen, die diese Leistungen erzielten, standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, durch die mit Kathrin Mayer und Susanne Müller-Wojtczyk zwei Lehrkräfte führten. Den beiden Fachleiterinnen im Bereich Religion und Ethik gelang es, das Jahresthema „Gemeinschaft“ sowohl im Schulalltag als auch bei der Abiturfeier ins Bewusstsein aller Beteiligten zu bringen und der Freude am Ende des gemeinsamen Weges würdigen Ausdruck zu verleihen. Ein Klavierbeitrag von Melissa Rogg, die mit „Tage wie dieser“ die Stimmung des Tages traf, ein mitreißendes Gesangsstück von Hamza Muhammad („My way“) und das gefühlvolle Duett von Johanna Häußler und Hamza Muhammad („A million dreams“) trugen die Gäste ebenso durch die Veranstaltung wie das Moderationsduo, das lebendig und zugleich tiefgründig durch die Programmpunkte führte.

Beim Sektempfang zwischen den Feierstunden kamen Lehrkräfte, Absolventen und deren Familienmitglieder zusammen. Unter den Gästen fanden sich wieder zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler, die inzwischen selbst Eltern sind. Der Empfang machte deutlich, wie eng die Verbundenheit zur FOSBOS Krumbach weiterhin ist.

Mehr als Noten

Schulleiter Christian Hofrichter, der in seinem Grußwort vielfältige Bezüge zum Text „Ansprache zum Schulbeginn“ von Erich Kästner schaffte, blickte auf das, was hinter und vor den Schülern liegt. „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch (Zitat Kästner). Reif werden und neugierig bleiben. Verantwortung tragen und trotzdem staunen können. Wer das schafft, hat mehr gewonnen als jedes Zeugnis ausdrücken kann.“ Dass seine Schule diesen Geist lebt, betonte er nicht ohne Stolz mit Blick auf die tägliche Arbeit an der FOSBOS und die gemeinsame Haltung im Miteinander.

Wie eng Neugierde, Mut und gute Entscheidungen zusammenhängen, unterstrich Krumbachs Bürgermeister Florian Kaida, der neben seinen Grußworten auch die Glückwünsche des Landrats Dr. Hans Reichhart überbrachte. Er sprach über die FOSBOS als Chance für Schülerinnen und Schüler, deren Weg nicht vorgezeichnet ist. „Selbst herauszufinden, was zu einem passt, ist kein Makel, sondern eine Qualität – genau das ist die FOSBOS.“

Zukunft und Pralinen

Ein sehr hoher Anteil der Absolventinnen und Absolventen hat bereits feste Pläne für den nächsten Karriereschritt, die Klarheit für den weiteren Weg entstand dabei häufig während der Zeit an der FOSBOS. Christian Albrecht, der nach der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten nun an der BOS sein Fachabitur erworben hat, startet jetzt in ein duales Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) und ist sichtlich stolz auf das Erreichte, auch wenn seine Schulzeit in Krumbach nur ein Schuljahr umfasste. Sven Wissner und Cathleen Schuster, beide frühere Absolventen der Realschule Thannhausen, haben dagegen direkt nach der Mittleren Reife über die FOS ihre Studienberechtigung erworben. Während Sven nach zwei Jahren in der Ausbildungsrichtung Technik mit dem Fachabitur bestens gerüstet als Student an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf beginnt und als Forstingenieur abschließen will, zieht es Cathleen nach drei Jahren und dem Abschluss der FOS 13 mit der allgemeinen Hochschulreife an die Universität Augsburg. „Lehramt möchte ich schon seit meiner Zeit an der Realschule studieren“, erklärt Cathleen. „Durch die fachpraktische Ausbildung an der FOS mit Praktika im Schulbereich wurde diese Idee für mich immer konkreter. Ab Herbst werde ich in Augsburg Lehramt für Englisch sowie Politik und Gesellschaft studieren.“

Exemplarisch für viele Wege zeigen diese Absolventen, wie groß die Auswahl und vielfältig die Talente sind. „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man kriegt.“ Die Elternbeirätinnen Margit Goßner und Sabine Relovsky zitierten in ihrem Beitrag Forrest Gump. Einig waren sich dabei alle Anwesenden an diesem Feiertag an der FOSBOS: Die Absolventinnen und Absolventen besitzen die Neugier, den Mut und die Kompetenzen, um in diese Schachtel hineinzugreifen, verschiedene Pralinen zu probieren, sie kritisch zu bewerten und sich für die zu entscheiden, die am besten zu ihnen passt.

Schulleiter Christian Hofrichter (2.v.l.) freut sich mit Sven Wissner, Christian Albrecht und Cathleen Schuster über ihren erfolgreichen Abschluss.